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Lymphom beim Hund

Lymphdrüsenkrebs, malignes Lymphom, Lymphosarkom

Lymphom (Hund): Zusammenfassung

Beim Lymphom kommt es zu einer unkontrollierten und bösartigen Vermehrung bestimmter Abwehrzellen (meist T- oder B-Lymphozyten) in den Lymphknoten und/oder Organen. Die Krankheit verläuft unbehandelt meist nach kurzer Zeit tödlich.

  • Häufigkeit der Erkrankung: Selten

  • Schwere der Erkrankung: Sehr schwer

  • Vorkommen: Am häufigsten erkranken mittelalte bis alte Hunde (5-10 Jahre), aber Tiere jeden Alters und jeder Rasse können betroffen sein. Bei einigen Rassen kommt das Lymphom gehäuft vor: Boxer, Bullmastiffs, Basset Hounds, Bernhardiner, Scottish Terrier, Airedale Terrier, Golden Retriever und Bulldoggen

  • Ansteckungsgefahr: Nicht ansteckend für Tiere oder Menschen

  • Typische Symptome: geschwollene, nicht schmerzhafte Lymphknoten; manchmal auch Fieber, Appetitlosigkeit, Schwäche, Erbrechen, Durchfall

  • Verlauf: Akut (plötzlich)

  • Diagnose: Untersuchung von Lymphzellen aus den Lymphknoten

  • Behandlungsmöglichkeiten: Chemotherapie

  • Prognose: Schlecht

  • Zuständige Spezialisten: Spezialisten für Tumor-/Krebserkrankungen (Onkologie)

  • Notfall! Sofort Tierarzt aufsuchen!

Beschreibung

Das Lymphom ist eine lebensbedrohliche Erkrankung! Betroffene Tiere müssen unbedingt und dringend beim Tierarzt vorgestellt und behandelt werden!

Das Lymphom (eigentlich: malignes Lymphom, also „bösartiger Tumor der Lymphzellen“) ist eine der häufigsten Tumorerkrankungen des Hundes. Bei der Erkrankung kommt es zu einer unkontrollierten und bösartigen (neoplastischen) Vermehrung von körpereigenen Abwehrzellen, den sogenannten B- oder T-Lymphozyten.

Die B- und T-Lymphozyten gehören zu den sogenannten „weißen Blutkörperchen“ und schützen den Körper normalerweise vor „Eindringlingen“ (z.B. Bakterien und Viren). Sie zirkulieren im Blut und in der Lymphflüssigkeit. In großer Zahl kommen die B- und T-Lymphozyten außerdem in den Lymphknoten vor, aber auch in anderen Organen wie Milz und Leber.

Durch die Entartung vermehren sich die B- oder T-Zellen unkontrolliert und werden zu bösartigen Zellen, die ihre eigentlichen Funktionen verloren haben. Sie verdrängen zudem die gesunden Körperzellen in den betroffenen Organen. Weil die Lymphozyten im Körper zirkulieren, können fast alle Organe befallen werden.

In den meisten Fällen (ca. 80%) beginnt die Erkrankung aber in den Lymphknoten. Im weiteren Verlauf breitet sich der Krebs in Leber und Milz aus und befällt im Endstadium das Knochenmark.

Formen und Einteilung des Lymphoms

Beim Hund wird das Lymphom nach dem Entstehungsort bzw. der Lokalisation im Körper (anatomische Einteilung) und nach der Art der entarteten Zellen (histologische Einteilung) eingeteilt.

Anatomische Einteilung:

  • Die häufigste Form ist das multizentrische Lymphom (ca. 80%). Die bösartige Vermehrung der Zellen findet hier hauptsächlich in den Lymphknoten der Tiere statt. Auch Leber und/oder Milz können betroffen sein.
  • Bei der alimentären/gastrointestinalen Form kommt es zu einer Entartung der Lymphozyten im Darm und den dazugehörigen Darmlymphknoten.
  • Das kutane Lymphom befällt die Haut der Hunde. Es kommt jedoch sehr selten vor.
  • Sind hauptsächlich die Lymphknoten im Brustkorb befallen, spricht man von einem mediastinalen Lymphom.
  • Sind Organe wie z.B. Herz, Augen, Nase oder das Nervensystem betroffen, spricht man von einem extranodalen Lymphom.

Histologische Einteilung:

Wie bereits erwähnt, entarten beim Lymphom bestimmte Lymphozyten-Arten. Je nachdem ob es sich bei den bösartigen Zellen um B- oder T-Lymphozyten handelt, spricht man von einem B-Zell-Lymphom (ca. 80%) oder einem T-Zell-Lymphom. Kann nicht nachgewiesen werden von welcher Lymphozyten-Art die Vermehrung ausgeht, bezeichnet man dies als Non-B/Non-T-Zell-Lymphom.

Ursachen und Risikofaktoren des Lymphoms

Bis heute konnte keine eindeutige Ursache oder ein Auslöser für das Lymphom gefunden werden. Man geht davon aus, dass mehrere Faktoren eine Rolle bei der Entstehung dieser Krebserkrankung spielen. Das Epstein-Barr-Virus steht – genau wie beim Menschen – im Verdacht, ein Auslöser für eine Lymphom-Erkrankung zu sein. Bestätigt werden konnte das aber bisher nicht.

Möglicherweise können auch Unkrautbekämpfungsmittel mit dem Stoff Phenoxyessigsäure oder andere Chemikalien das Risiko erhöhen. Eine längerfristige Immunsuppression (Unterdrückung des Immunsystems), z.B. durch Medikamente wie Kortison oder Ciclosporin, kann das Risiko für Lymphdrüsenkrebs ebenfalls erhöhen.

Symptome beim Lymphom

Die Symptome beim malignen Lymphom können sehr unterschiedlich und unspezifisch sein. Sie sind stark von der Lokalisation des Lymphoms abhängig.

Multizentrisches Lymphom:

Beim multizentrischen Lymphom sind in vielen Fällen geschwollene, aber nicht schmerzhafte Lymphknoten das einzige Symptom einer Erkrankung. Die geschwollenen Lymphknoten sind als „Beulen“ z.B. am Hals, in den Achseln oder den Kniekehlen spürbar. Manche Tiere wirken aber auch „krank“ und zeigen unspezifische Symptome wie:

  • Gewichtsverlust/Abmagerung
  • Appetitlosigkeit
  • Erbrechen und/oder Durchfall
  • Fieber
  • Vermehrtes Trinken und vermehrten Urinabsatz
  • Erschwerte Atmung, Röcheln
  • Schwäche

Alimentäres/Gastrointestinales Lymphom:

Bei dieser Form zeigen die erkrankten Hunde unspezifische Magen-Darm-Symptome wie:

  • Erbrechen und/oder Durchfall
  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsverlust/Abmagerung
  • Fieber

Kutanes Lymphom:

Beim kutanen Lymphom ist vor allem die Haut der Hunde betroffen. Die Hautveränderungen können sehr unterschiedlich aussehen:

  • Rötung der Haut
  • Schuppige Haut
  • Stumpfes Fell
  • Fellverlust
  • Nässende Geschwüre der Haut
  • Knoten in der Haut
  • Juckreiz

Bei Voranschreiten der Erkrankung zeigen sich die gleichen Symptome wie beim multizentrischen Lymphom.

Mediastinales Lymphom:

Durch die vergrößerten Lymphknoten im Brustkorb bekommen die Tiere häufig schlechter Luft und zeigen eine erschwerte und/oder beschleunigte Atmung. Aber auch unspezifische Symptome wie beim multizentrischen Lymphom können beobachtet werden.

Extranodales Lymphom:

Hier hängen die Symptome stark vom erkrankten Organ ab. Sind z.B. die Augen betroffen, zeigen die Tiere Veränderungen der Augen und können auch spontan erblinden. Ist das Nervensystem betroffen, zeigen die Hunde neurologische Auffälligkeiten, wie z.B. Schwanken, Lähmungen oder epileptische Anfälle.

Untersuchungen und Diagnose des Lymphoms

Der Tierarzt wird zunächst versuchen möglichst viel über die Krankengeschichte (Anamnese) des betroffenen Hundes zu erfahren. So wird er beispielsweise fragen, welche Symptome beobachtet wurden, wie lange diese schon bestehen und ob der Hund in letzter Zeit Medikamente erhalten hat. Er wird außerdem eine gründliche klinische Allgemeinuntersuchung durchführen. Im Anschluss folgen verschiedene weitere Untersuchungen um die Diagnose „Lymphom“ sicher stellen zu können. Da die Symptome so unspezifisch sind, kommen auch viele andere Krankheiten als Ursache in Frage. Diese muss der Tierarzt durch gezielte Untersuchungen ausschließen.

Blutuntersuchung

Das maligne Lymphom kann deutliche Veränderungen im Blut hervorrufen. Diese kann der Tierarzt mit Hilfe einer Blutuntersuchung feststellen. Häufig kommt es zu einem Abfall der Menge der roten Blutkörperchen. Die Anzahl der weißen Blutkörperchen kann sowohl erniedrigt als auch erhöht sein. Beim T-Zell-Lymphom kann man häufig einen starken Anstieg des Blutkalziumspiegel beobachten. Auch Veränderungen der Organwerte können auftreten.

Allerdings können nicht bei jedem Tier und in jedem Krankheitsstadium Veränderungen im Blut festgestellt werden.

Punktion oder Biopsie der Lymphknoten

Sind die Lymphknoten geschwollen, sollte unbedingt eine Probe der betroffenen Lymphknoten entnommen werden. Die so gewonnenen Zellen werden durch einen Pathologen beurteilt und in fast allen Fällen kann so eine sichere Diagnose gestellt werden. Zur Probenentnahme gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Feinnadelaspiration: Mit einer dünnen Nadel wird dabei in die Lymphknoten gepiekst und so Zellen gewonnen. Die Feinnadelaspiration ist für die Hunde in der Regel nicht schmerzhafter als eine Impfung oder ein Insektenstich. Es ist auch keine Narkose notwendig. In den meisten Fällen kann durch eine Feinnadelaspiration eine Diagnose gestellt werden. Manchmal sind die Zellen jedoch bereits tot oder es kann nicht genügend Material gewonnen werden. In diesem Fall muss eine Biopsie vorgenommen werden.
  • Biopsie: Dabei wird der gesamte Lymphknoten oder ein Stück davon entnommen und vom Pathologen untersucht. Für eine Biopsie ist eine kurze Narkose notwendig.

Ultraschalluntersuchung

Mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung kann der Tierarzt den Bauchraum und die Bauchorgane beurteilen. Auch die im Bauchraum befindlichen Lymphknoten kann der Arzt damit untersuchen. So kann er die Ausbreitung des Lymphoms in innere Organe wie Leber und/oder Milz beurteilen. Eine Ultraschalluntersuchung ist außerdem bei Verdacht auf ein gastrointestinales Lymphom notwendig. Während des Ultraschalls kann der Tierarzt in manchen Fällen auch eine Punktion von veränderten Geweben im Bauchraum vornehmen und Material für eine pathologische Untersuchung gewinnen.

Röntgenuntersuchung

Eine Röntgenaufnahme des Brustkorbes ist vor allem bei Verdacht auf ein mediastinales Lymphom hilfreich. Damit kann der Tierarzt vergrößerte Lymphknoten im Brustkorb feststellen und die Ausbreitung des Lymphoms beurteilen.

Immunhistochemische Untersuchung

Für die Unterscheidung von B- und T-Zell-Lymphom ist eine immunhistochemische Untersuchung der entarteten Zellen notwendig. Dafür werden durch eine Feinnadelaspiration oder Biopsie aus dem veränderten Gewebe Zellen entnommen und in ein spezialisiertes Labor versandt. Dieses untersucht die Zellen mit bestimmten Techniken und kann so feststellen, ob es sich bei den bösartigen Zellen um B- oder T-Zellen handelt.

Punktion des Knochenmarks

Mit einer Punktion des Knochenmarks kann man feststellen, ob der Tumor bereits das Knochenmark befallen hat. So kann der Tierarzt eine genauere Prognose stellen.

Behandlung des Lymphoms

Leider gibt es keine Behandlung durch die der erkrankte Hund geheilt werden kann. In der Regel verläuft das Lymphom beim Hund leider früher oder später tödlich. Durch eine intensive Therapie kann man jedoch die Überlebenszeit deutlich verlängern und die Lebensqualität der Patienten verbessern. Ohne Therapie sterben die Hunde meist innerhalb weniger Tage oder Wochen.

Entscheidet man sich für eine Therapie, ist es wichtig diese so früh wie möglich zu beginnen. Dadurch verbessert sich das Ansprechen auf die Therapie und die Prognose.

Chemotherapie

Die wirksamste Therapie beim Lymphdrüsenkrebs ist eine intensive Chemotherapie. Die Medikamente schädigen die Tumorzellen so stark, dass sie absterben und der Krebs zurückgedrängt wird. Ca. 80% (beim B-Zell-Lymphom) der erkrankten Hunde sprechen gut auf eine Chemotherapie an – die Lymphknoten werden schnell kleiner und auch die anderen Symptome gehen zurück.

Für die Chemotherapie gibt es viele unterschiedliche Medikamente und Behandlungsmöglichkeiten. Je nach Art und Verlauf des Lymphoms werden die Medikamente ausgewählt und die Therapie angepasst. In der Regel wird jedoch das sogenannte „CHOP-Protokoll“ empfohlen. Diese beinhalten eine wöchentliche Behandlung mit verschiedenen Chemotherapie-Medikamenten, meist über einen Zeitraum von 12 Wochen. Bei jeder Chemotherapie-Sitzung wird dem Hund über eine Infusion das Chemotherapie-Medikament verabreicht. Sind die Lymphknoten nach diesen 12 Sitzungen klein und geht es den Hunden gut, spricht man von einer Remission des Tumors. In den meisten Fällen kehrt der Krebs nach ca. 4-6 Monaten allerdings wieder zurück und es muss erneut mit einer Chemotherapie begonnen werden. Irgendwann sprechen die Krebszellen jedoch nicht mehr auf die Medikamente an, weil sie resistent geworden sind.

Durch die Chemotherapie werden nicht nur die bösartigen Tumorzellen abgetötet, sondern auch gesunde Körperzellen (z.B. Blutzellen oder Darmzellen). Dadurch entstehen bei der Chemotherapie auch Nebenwirkungen wie z.B. Erbrechen und/oder Durchfall, Müdigkeit, Appetitlosigkeit oder Blasenentzündung. Da die Dosierung der Medikamente beim Hund aber sehr viel geringer ist als beim Menschen, sind auch die Nebenwirkungen bei weitem nicht so stark ausgeprägt. Den Hunden geht es während der Chemotherapie in der Regel gut. Viele Hunde zeigen während einer Chemotherapie keine oder nur milde Nebenwirkungen. Treten Nebenwirkungen auf, wird der behandelnde Tierarzt die Dosierung anpassen und versuchen, diese mit Medikamenten zu lindern.

Die Chemotherapie greift auch gesunde Blut- und Abwehrzellen an. Aus diesem Grund sind während der Therapie unbedingt regelmäßige (wöchentliche) Blutbildkontrollen notwendig. Ist das Immunsystem zu stark geschwächt, kann sich der Hund nämlich nicht mehr gegenüber Umweltkeimen verteidigen und es kann im schlimmsten Fall zu einer lebensbedrohlichen Blutvergiftung kommen.

Generell gilt aber: der Hund darf während einer Chemotherapie alles machen, was er davor auch gerne gemacht hat, und ist nicht in seiner Lebensqualität eingeschränkt.

In unserem Artikel Chemotherapie bei Hund und Katze finden Sie mehr Informationen zum Ablauf einer Chemotherapie.

Kortison

Das Medikament Kortison ist vielen ein Begriff und wird bei vielen Krankheiten eingesetzt. Kortison mildert Entzündungen ab und setzt die Funktion des Immunsystems herab. Außerdem hat es eine toxische und abtötende Wirkung auf Lymphozyten – die Zellen, die beim Lymphom entartet sind. Aus diesem Grund wird Kortison auch zur Behandlung des Lymphoms eingesetzt. Die Wirkung des Kortisons auf die bösartigen Zellen ist jedoch nicht so gut und andauernd wie bei den klassischen Chemotherapie-Medikamenten. In der Regel wird es deshalb zusätzlich zur Chemotherapie verabreicht.

Entscheidet man sich gegen eine Chemotherapie, kann Kortison auch als alleinige Therapie eingesetzt werden. Die Tiere reagieren anfangs meist sehr gut darauf, der Tumor kann aber nur für eine begrenzte Zeit zurückgedrängt werden (nicht so lange wie mit einer intensiven Chemotherapie).

Die Nebenwirkungen von Kortison sind stark abhängig von der verabreichten Menge. Die häufigsten sind:

  • stark gesteigerter Appetit
  • vermehrtes Trinken und Pinkeln
  • Gewichtszunahme
  • vermindertes Fellwachstum

Operation

Die B- und T-Lymphozyten sind ein Teil der weißen Blutkörperchen und zirkulieren wie oben beschrieben im gesamten Körper. Die entarteten Lymphozyten sind also überall im Körper. Eine Entfernung der vergrößerten Lymphknoten oder betroffenen Organe führt aus diesem Grund nicht zu einer Heilung und ist nicht sinnvoll. Es bleiben zu viele Krebszellen im Körper zurück.

Fütterung

Generell wird bei Krebserkrankungen eine kohlenhydratarme Ernährung empfohlen, weil die Tumorzellen sich hauptsächlich von Kohlenhydraten ernähren und ihnen damit die Grundlage entzogen wird. Am wichtigsten ist aber, dass der Hund das Futter gut verträgt und nicht stark an Gewicht verliert. Als Zusatz können Omega-3-Fettsäuren, z.B. durch Fischöl oder Leinsamenöl, ins Futter gegeben werden. Omega-3-Fettsäuren sind nicht nur entzündungshemmend, sondern steigern auch die Empfindlichkeit der Tumorzellen für die Chemotherapie.

Prognose beim Lymphom

Die Prognose für Hunde, die an einem Lymphom erkranken, ist leider schlecht. In den meisten Fällen sterben die Hunde früher oder später an der Erkrankung bzw. müssen eingeschläfert werden. Unbehandelt führt die Krankheit innerhalb weniger Tage oder Wochen zum Tod.

Generell kann durch eine Chemotherapie die Überlebenszeit verlängert werden. Ob und wie lange die Tiere auf eine Therapie ansprechen, hängt vor allem von der Art des Lymphoms ab und wie weit fortgeschritten die Erkrankung bereits ist. Hunde mit B‑Zell-Lymphom sprechen häufig besser und länger auf eine Therapie an als Hunde die an einem T‑Zell-Lymphom erkrankt sind. Erfahrungsgemäß überleben die Hunde bei einem B-Zell-Lymphom mit Chemotherapie im Schnitt zwischen 12 und 18 Monate, bei einem T-Zell-Lymphom zwischen 9 und 12 Monate.

Die Prognose wird allerdings von vielen Faktoren beeinflusst: Je früher mit einer Therapie begonnen wird, desto besser ist das Ansprechen. So haben Hunde die zum Zeitpunkt der Vorstellung beim Tierarzt „nur“ große Lymphknoten und sonst keine Krankheitssymptome zeigen, eine bessere Prognose als Hund die offensichtlich „krank“ erscheinen. Auch die Lokalisation des Lymphoms beeinflusst die Prognose stark: Hunde mit einem kutanen, alimentären oder mediastinalen Lymphom überleben meist kürzer, da sie schlechter auf die Therapie ansprechen. Tiere mit einem erhöhten Kalziumwert im Blut haben in der Regel ebenfalls eine schlechtere Prognose, da in diesen Fällen in der Regel ein T-Zell-Lymphom vorliegt.

Vorbeugung

Leider gibt es nach heutigem Wissensstand nichts, was man tun kann, um die Erkrankung zu verhindern oder das Risiko einer Erkrankung zu senken.

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Quellen

29. Dezember 2017

Von Dr. Stefanie Mallmann

2018-10-27T19:10:24+00:00

Über den Autor:

Geboren in der Nähe von Passau habe ich von 2008 bis 2014 an der LMU München Tiermedizin studiert. Nach meinem Abschluss habe ich meine Doktorarbeit in der Dermatologie der Medizinischen Kleintierklinik München (Thema: Auswertung eines neuartigen Allergietests) gemacht. Anschließend habe ich ein Jahr in der Onkologie gearbeitet. Die Arbeit mit krebskranken Tieren war zwar oft sehr traurig, aber ich habe dort viele tolle Tiere und ihre Besitzer kennengelernt. 2014 habe ich meine Mischlingshündin Lotta adoptiert – unseren süßen Bürohund.