Tierkrankenversicherungen für Hunde und Katzen sind in aller Munde. Selbst im Fernsehen läuft regelmäßig Werbung für den einen oder anderen Anbieter! Aber ist eine solche Absicherung tatsächlich sinnvoll oder reine Geldverschwendung? Welche Arten von Hunde- und Katzen-Versicherungen gibt es überhaupt? Und worauf sollte man bei der Auswahl achten?

Wir zeigen Ihnen, worauf es ankommt – uns verraten Ihnen unseren Geheimtipp, wie Sie die perfekte Tierkrankenversicherung finden!

Ist eine Tierkrankenversicherung/OP-Versicherung sinnvoll?

Wenn Sie diesen Artikel lesen, verbindet uns eine Eigenschaft: wir lieben unsere Tiere und würden im Zweifel alles für sie tun. Wenn es ihnen schlecht geht, leiden wir mit ihnen und haben schlaflose Nächte. Das letzte, was man in einer solchen Situation braucht, sind Sorgen und Ängste, ob und wie man die Behandlungskosten bezahlen soll.

Dazu kommt, dass sich die Tiermedizin immer weiterentwickelt – wir Tierärzte können immer kompliziertere OPs, Untersuchungen und Behandlungen durchführen. Dialyse bei akutem Nierenversagen, MRT zur Epilepsie-Diagnostik oder Chemotherapie bei Krebs – all das und noch viel mehr ist möglich. Natürlich haben solche Verfahren aber leider ihren Preis.

Wissen Sie wie herzzerreißend es ist, wenn sich ein Besitzer die lebensrettende Behandlung für den geliebten Vierbeiner nicht leisten kann? Ich habe schon erlebt, dass ein Besitzer sein Ein und Alles – eine Harley Davidson – verkauft hat, um die Kosten der Chemotherapie seiner Hündin zu decken. Ich habe aber auch schon erlebt, dass geliebte Hunde und Katzen aus Kostengründen schweren Herzens eingeschläfert werden oder mit einer suboptimalen Versorgung, z.B. eines Kreuzbandrisses, leben mussten. Solche Entscheidungen möchte man niemals treffen!

Tierkrankenversicherung: aus unserer Sicht sinnvoll!

Und hier kommt die Versicherung ins Spiel: mit ihr (vorausgesetzt es handelt sich um eine gute Tierversicherung – dazu unten mehr) muss man das auch nicht!

Denn dank ihr können wir aus tierärztlicher Sicht wirklich das Beste für Ihre Katze oder Ihren Hund tun, ohne dass Sie sich Sorgen um die Kosten machen müssen.

Das gilt aber natürlich nur, wenn es sich um einen guten Versicherer und einen ordentlichen Tarif handelt! Tierkrankenversicherungen werden immer beliebter – gab es vor ca. 10 Jahren gerade einmal 2-3 Versicherungsgesellschaften, die diese Tarife angeboten haben, so werden es in der heutigen Zeit gefühlt von Tag zu Tag mehr!

Achtung bei der Tierkrankenversicherungs-Auswahl!

Die große Auswahl ist einerseits natürlich toll. Andererseits ist es dadurch aber gar nicht einfach, den besten bzw. passendsten Tarif zu finden! Schnell kann man sogar in eine teure Falle tappen, bei der einen der Versicherer im (oder nach dem) Schadensfall im Stich lässt.

Damit Ihnen das nicht passiert, wollen wir heute ein wenig Licht ins Dunkel bringen und Ihnen zeigen, worauf Sie bei der Tarifauswahl achten müssen! Schauen wir uns als erstes Mal an, welche Arten von Versicherungen es gibt.

Statt Tierkrankenversicherung lieber Geld zurücklegen?

Man liest und hört immer wieder, dass es doch die bessere Alternative sei, einfach jeden Monat einen gewissen Betrag zurückzulegen und davon die Tierarztkosten zu bezahlen. Das kann aber schief gehen!

Legt man nämlich z.B. 50 € pro Monat auf die Seite, dann hat man nach einem Jahr 600 € auf dem Sparbuch – doch was tun bei einem Kreuzbandriss inklusive notwendiger Physiotherapie nach einem Jahr? Kosten von mehreren tausend Euro sind hier keine Seltenheit! Die 600 € reichen dann vielleicht grade einmal für die Physiotherapie. Die Kosten für die OP bleiben an Ihnen selbst hängen.

Klar – wenn Sie jederzeit ohne Probleme einige Tausend Euro für Ihren Hund oder Ihre Katze aufbringen können, brauchen Sie sicherlich keine OP- oder Tierkrankenversicherung. Falls Sie aber nicht so flüssig sind, könnte eine Versicherung definitiv die bessere Option sein!

Krankenversicherungen für Katzen und Hunde – welche Optionen gibt es?

Wenn Sie Ihren Hund oder Ihre Katze für den Krankheitsfall absichern wollen, haben Sie grundsätzlich erst mal zwei Optionen: OP-Versicherung und Tier-Krankenversicherung.

Tier-OP-Versicherung

Wie der Name schon sagt, werden hier die Kosten für Operationen inklusive Vor- und Nachbehandlung (je nach Versicherungsgesellschaft in größerem oder geringeren Ausmaß) übernommen. Auch die Medikamente und Verbandsmaterialien, die im Zuge der Operation benötigt werden, sind in der OP-Versicherung abgedeckt.

Kommt es bei Ihrem Hund/Ihrer Katze also z.B. zu einem Kreuzbandriss, sind bei einem guten Tarif schon das Röntgen bzw. CT oder MRT in der Voruntersuchung vor der OP mit dabei, dann natürlich die OP selbst und schließlich auch die Schmerzmittel, Wundkontrollen und Verbandswechsel bis zu einem bestimmten Zeitpunkt nach der Operation.

Ein Nachteil von Tier-OP-Versicherungen ist natürlich, dass sie eben tatsächlich nur Operationen abdecken. Andere Krankheiten oder gesundheitliche Probleme, wie z.B. eine Allergie, eine Niereninsuffizienz oder eine Vergiftung, sind nicht abgedeckt.

Trotzdem ist so eine OP-Versicherung schon sehr sinnvoll – denn oft kommen grade bei OPs sehr schnell richtig hohe Summen zusammen! Und natürlich ist eine OP-Versicherung günstiger als eine Voll-Krankenversicherung.

Tierkrankenversicherung

Auch wenn „Tierkrankenversicherung“ oft als Überbegriff verwendet wird, ist hiermit doch eigentlich eine eigene Versicherung gemeint. Sie deckt das ab, was auch in einer OP-Versicherung enthalten ist, zusätzlich wird aber auch die die tierärztliche Versorgung bei Krankheiten übernommen. Bei manchen Tierkrankenversicherungen sind Vorsorgeleistungen Ihres Hundes/Ihrer Katze, wie Impfungen, Wurmkuren oder Gesundheitschecks, ebenfalls abgedeckt.

Worauf sollten Sie bei der Auswahl einer Tierkrankenversicherung achten?

Wie oben schon erwähnt – es gibt immer mehr Anbieter von Tierkrankenversicherungen. Und diese bieten noch mehr unterschiedliche Tarife. Da ist es gar nicht einfach, den Überblick zu behalten.

Es gibt aber ein paar Punkte, die Sie unbedingt beachten sollten, um nicht in eine ärgerliche Kostenfalle zu treten.

  • Erstattung bis zum 4-fachen Satz der Gebührenordnung für Tierärzte

    Tierärzte rechnen ihre Leistungen nach einer speziellen Gebührenordnung ab. Dort ist festgelegt, wieviel Tierärzte für bestimmte Leistungen, wie z.B. eine Blutentnahme, Allgemeinuntersuchung oder Kastration, verlangen dürfen.

    Dabei handelt es sich allerdings nicht um Festpreise, sondern um einen Gebührenrahmen, der grundsätzlich vom einfachen bis zum dreifachen Satz reicht (stufenlos). Welcher Satz verlangt wird, ist von vielen Faktoren abhängig, z.B. ob Klinik oder Praxis, Stadt oder Land, welcher Zeitaufwand nötig war oder ob besondere Umstände vorliegen (z.B. Notdienst).

    Im Februar 2020 wurde die Gebührenordnung für Tierärzte geändert. Dabei wurde unter anderem eingeführt, dass der Tierarzt bzw. die Tierklinik im Notfall nun eine die Notfallgebühr von derzeit 59,50 € nehmen muss sowie sogar den 4-fachen Satz der Gebührenordnung abrechnen darf.

    Übernimmt die OP-/Krankenversicherung diese Kosten nicht, so müssen Sie diese selber tragen – also achten Sie darauf, dass diese Kosten auch übernommen werden!

  • Übernahme der Kosten der Vor- und Nachbehandlung

    Im Falle einer OP können die Kosten der Voruntersuchung und der Nachbehandlung schnell die Kosten der eigentlichen Operation übersteigen. Daher ist es wichtig, dass diese Kosten im Versicherungstarif enthalten sind – und dass die Nachbehandlungen möglichst lange nach der Operation übernommen werden (z.B. bis 20 Tage nach der OP).

  • Keine Höchstgrenzen

    Hat der gewählte Tarif eine Leistungshöchstgrenze? Oft sieht man, dass OPs nur bis zu einem gewissen Betrag übernommen werden. Da gerade Operationen aber sehr schnell sehr teuer werden können, sollten Sie darauf achten, dass es hier keine Beschränkungen gibt.

  • Keine Kündigung des Vertrags im Alter Ihres Hundes/Ihrer Katze

    Je älter Ihr Vierbeiner wird, desto wahrscheinlicher werden auch Erkrankungen und damit verbundene tierärztliche Behandlungen. Doch was, wenn die Versicherung Ihren Hund im Alter kündigt und Sie keine entsprechende Absicherung mehr haben? Leider gibt es solche bitteren Fälle immer wieder!

    Achten Sie also darauf, dass der Versicherer auf sein Kündigungsrecht verzichtet – aber Achtung: er muss sowohl auf sein Kündigungsrecht im Leistungsfall als auch auf sein jährliches Kündigungsrecht verzichten!

  • Übernahme spezieller Operationen

    Viele Tarife auf dem deutschen Versicherungsmarkt kommen zu verhältnismäßig „geringen“ Beiträgen, indem sie bestimmte Erkrankungen (wie z.B. Entropium, Ektropium, Nabelbruch, Hüftdysplasie, Ellbogendysplasie, Patellaluxation oder auch Kryptorchismus) wie auch die Erstattung von Prothesen ausschließen.

    Doch was nutzt Ihnen ein „günstigerer“ Tarif, wenn Ihr Vierbeiner aufgrund dieser Erkrankung operiert werden muss und die Kosten dann nicht übernommen werden?

    Wichtig: Achten Sie auch darauf, dass diese Erkrankungen nicht anderweitig limitiert sind (z.B. Tarife, die nur maximal eine Operation im Leben des Vierbeiners bezahlen oder die Summe begrenzen)

  • Höchstgrenzen für ambulante Behandlungen (entfällt bei Tier-OP-Versicherung)

    Hier sind die Versicherungsgesellschaften besonders erfinderisch geworden! Es gibt tatsächlich Tarife, die z.B. ambulante Kosten nur bis 300 oder 400 € pro Jahr übernehmen. Was nutzt Ihnen dies, wenn Ihr Hund bzw. Ihre Katze z.B. eine chronische Erkrankung hat? Hier können schnell Kosten von mehreren tausend Euro im Jahr auf Sie zukommen!

  • Wartezeiten/Begrenzungen der Leistungen in den ersten Jahren (entfällt bei Tier-OP-Versicherung)

    Hierbei handelt es sich ebenfalls um ein beliebtes Mittel, um scheinbar günstige Beiträge kalkulieren zu können: Es gibt Tarife, bei denen Sie z.B. 50 € im Monat bezahlen und im ersten Jahr maximal 600 € erstattet bekommen – und das gleiche gilt dann auch noch einmal für das 2. Jahr. Sie bekommen also maximal Ihre eingezahlten Beiträge erstattet. Ist das fair? Was hat das noch mit einer Krankenversicherung zu tun?

Was ist bei der Wahl einer Tierkrankenversicherung/OP-Versicherung sonst noch wichtig?

Ein weiterer Punkt, den Sie ebenfalls unbedingt noch beachten sollten, ist die Beitragsentwicklung im Alter Ihres Hundes/Ihrer Katze.

Einige Versicherungen werben damit, dass es keine oder nur eine geringe Anpassung im Alter des Tieres gibt, verschweigen Ihnen dann aber (bzw. verstecken die Info ganz geschickt), dass die Erstattung sich reduziert – und damit ist dann ja auch keinem geholfen.

Andere Tarife passen ab einem gewissen Alter dann jedes Jahr bis ans Lebensende des Tieres den Beitrag um einen gewissen Prozentsatz an – dies ist dann völlig unkalkulierbar für Sie, denn wir hoffen natürlich, dass unsere Vierbeiner ein langes Leben haben.

Die fairste Lösung ist, dass von Anfang an klar definiert ist, wie sich der Beitrag entwickelt und es zu einem gewissen Alter eine Anpassung gibt. Fragen Sie auf jeden Fall nach diesem Punkt, so dass Sie keine bösen Überraschungen erleben.

Wie findet man die passende Tierkrankenversicherung/OP-Versicherung?

Ganz ehrlich – wenn man sich zum ersten Mal mit dem Thema Tier-Krankenversicherung auseinandersetzt, schwirrt einem ganz schnell der Kopf. Von GOT-Sätzen und Höchstgrenzen über Vorsorge-Pauschalen und Leistungsgrenzen bis hin zu Kündigungswellen und ausgeschlossenen Krankheiten.

Deswegen unser Tipp: Suchen Sie sich einen Spezialisten, der sich wirklich mit dem Thema auskennt!

Unser Geheimtipp!

Wir haben für Sie schon mal nach den passenden Experten gesucht – und sind froh, das Team von www.tierversicherung.biz* gefunden zu haben! Hierbei handelt es sich um eine Mannschaft aus gelernten Versicherungskaufleuten, tiermedizinischen Fachangestellten, Biologen und externen Tierärzten, die eines mit uns verbindet: die Liebe zum Tier!

Sie sind echte Spezialisten und super darin, genau die richtige Versicherung für jedes einzelne Tier zu finden. Dabei können sie sogar exklusive Tarife bieten, die sie selbst mit viel Tierliebe und Branchenkenntnis gemeinsam mit namhaften Versicherungsanbietern entwickelt haben. Das besondere an diesen Tarifen ist, dass sie tatsächlich für Tierhalter entwickelt wurden – und nicht vor allem für Tierärzte (Schwerpunkt: einfache Abrechnung) oder Versicherungsgesellschaften (Schwerpunkt: maximaler Profit). So enthalten sie keine versteckten Ausschlüsse oder Einschränkungen und die Leistungen werden dort klar und verständlich aufgelistet.

Auch im Leistungsfall erhalten Sie dort eine erstklassige Unterstützung und eine schnelle Erstattung. Die Tierarztrechnungen können Sie sogar schnell und unkompliziert per Mail einreichen oder auch verschlüsselt über die Internetseite hochladen.

Probieren Sie es doch einfach mal aus und berechnen Sie ganz einfach und unverbindlich den individuellen Tarif für Ihren Vierbeiner! Klicken Sie einfach auf die Sparte, die Sie besonders interessiert – mit nur wenigen Klicks erfahren Sie so direkt online, was Sie der entsprechende Schutz kosten würde:

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