Haarwuchsmittel Minoxidil: Für Hunde und Katzen hochgiftig

Haarwuchsmittel mit Minoxidil – wie Regaine, Alopexy oder Minoxicutan – werden von vielen Männern und Frauen eingesetzt, um z.B. erblich bedingtem Haarausfall entgegenzuwirken.

Was allerdings kaum jemand weiß: für unsere Hunde und Katzen stellen diese Haarwuchsmittel eine tödliche Gefahr dar!

Erfahren Sie hier, welche Auswirkungen Minoxidil bei Hunden und Katzen haben kann und welche Sicherheitsvorkehrungen Sie ggf. treffen sollten!

Was ist Minoxidil?

Minoxidil wird bei Menschen äußerlich – als Lösung oder Schaum – zur Förderung des Haarwuchses angewendet. Dabei ist es in einigen bekannten und häufig verwendeten Mitteln enthalten, wie z.B. Regaine, Alopexy oder Minoxicutan.

In Tablettenform wird Minoxidil außerdem als Blutdrucksenker eingesetzt.

Was ist das Problem mit Minoxidil?

So hilfreich Haarwuchsmittel wie Regaine, Alopexy und Minoxicutan für Menschen auch sind: für unsere Hunde und Katzen stellt Minoxidil eine tödliche Gefahr dar.

Schon kleinste Mengen – mehr dazu gleich – können zu Blutdruckabfall, Lungenödem, Herzschäden und Tod durch Herzversagen führen.

Im Falle einer Vergiftung ist die Prognose vorsichtig – in einer Studie wurden ca. 60% der Katzen und Hunde mit Symptomen mittelschwer bis schwer krank, ca. 13% der symptomatischen Katzen starben.

Glücklicherweise scheinen Vergiftungsfälle laut Literatur nicht allzu häufig zu sein. Weil die Vergiftung leider recht unbekannt ist, könnte die Dunkelziffer allerdings hoch sein.

Wie können sich Hunde und Katzen mit Minoxidil vergiften?

Das tückische an Minoxidil ist, dass schon sehr geringe Mengen für eine lebensbedrohliche Vergiftung ausreichen:

  • ein Tropfen, der beim Auftragen versehentlich auf der Katze/dem Hund landet,
  • ein paar Mal über die Hände, die Haare oder sogar nur über das Kopfkissen geschleckt
  • oder den Müll durchwühlt und dabei die entsorgte Verpackung gefunden:

All diese Szenarien können zu einer tödlichen Vergiftung führen. Denn schon ein einziger Tropfen von Regaine, Alopexy, Minoxicutan und Co kann lebensgefährlich sein!

Leider gab es immer wieder auch Fälle, bei denen Hunden oder Katzen absichtlich Minoxidil auf haarlose Stellen aufgetragen wurde, um das Fellwachstum zu stimulieren.

Wie äußert sich eine Vergiftung mit Minoxidil bei Hunden und Katzen?

Mögliche Symptome nach einer Minoxidil-Vergiftung sind

Dabei treten die Krankheitsanzeichen i.d.R. innerhalb einiger Stunden (1 bis 67 Stunden) nach der Exposition auf.

Das sollten Sie tun, wenn Ihr Hund/Ihre Katze Kontakt zu Regaine o.ä. hatte

Wenn Sie vermuten – oder sogar beobachtet haben -, dass sich Ihr Hund bzw. Ihre Katze mit Minoxidil vergiftet hat, dann sollten Sie Ihr Tier so schnell wie möglich zum Tierarzt bringen.

Befindet sich das Minoxidil auf Fell oder Haut Ihres Tieres, dann sollten Sie die Stelle vorher allerdings gründlich mit reichlich fließendem Wasser abwaschen – und zwar so bald wie möglich.

So können Sie eine Vergiftung mit Minoxidil vermeiden

  • Sorgen Sie dafür, dass Ihr Hund/Ihre Katze beim Auftragen des Haarwuchsmittels außer „Spritzweite“ ist
  • Waschen Sie sich nach dem Auftragen von Minoxidil gründlich die Hände
  • Lassen Sie Ihre Katze bzw. Ihren Hund nicht ihre Haare bzw. Ihren Kopf abschlecken
  • Halten Sie Ihr Tier von Ihrem Kopfkissen fern – falls dies keine Option ist, tragen Sie nach dem Auftragen zum Schlafen eine Haube, eine Mütze o.ä.
  • Lagern Sie die Mittel außer Reichweite Ihrer Haustiere
  • Entsorgen Sie die Packungen so, dass Haustiere keine Chance haben, heranzukommen (z.B. durch Stöbern im Müll)
  • Wenn Sie jedes Risiko ausschließen wollen, sollten Sie idealerweise gar keine Produkte mit Minoxidil verwenden. 

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