Akuter Durchfall beim Hund

Durchfall beim Hund: praktisch jeder Hundebesitzer erlebt es irgendwann einmal – denn gerade plötzlicher (oder wie Tierärzte es nennen – „akuter“) Durchfall ist leider keine Seltenheit.

In der Regel verschwindet der Durchfall innerhalb einiger Tagen von selbst und den Hunden geht es ansonsten auch gut. Natürlich kommen aber auch einige ernste Probleme als Ursache in Frage, bei denen Sie unbedingt handeln sollten!

Erfahren Sie hier von einer Tierärztin, welche Ursachen hinter akutem Durchfall stecken können, wie Sie bei Durchfall reagieren sollten, welche Medikamente in keiner gut sortierten Hausapotheke fehlen dürfen, warum den Hund „fasten lassen“ nicht mehr „up to date“ ist und wann Sie besser den Tierarzt aufsuchen sollten.

Akuter Durchfall (Hund): Steckbrief

  • Symptome: Weicher Kot, erhöhte Kotabsatz-Frequenz, Blähungen, Bauchgeräusche, blutiger und/oder schleimiger Kot, Schmerzen beim Kotabsatz, starkes Pressen beim Kotabsatz
  • Verlauf: Akut (i.d.R. 1-3 Tage)
  • Schwere der Problems: Mild – schwer, je nach Grundursache
  • Häufigkeit: Sehr häufig
  • Vorkommen: Hunde jeder Altersstufe
  • Diagnose: Kotuntersuchung, Blutuntersuchung, Ultraschall
  • Behandlung: Je nach Grundursache, Schonkost
  • Prognose: Je nach Grundursache, in der Regel gut – sehr gut
  • Ansteckungsgefahr: Je nach Ursache
  • Fachgebiet: Innere Medizin (Gastroenterologie)

Beschreibung

Durchfall beim Hund ist leicht zu erkennen – das Erscheinungsbild des Stuhls unterscheidet sich schließlich oft deutlich vom Normalzustand!

Ein Bild von normalem („physiologischem“) Hundekot hat bestimmt jeder im Kopf: zylindrisch geformt („wurstförmig“), weich und von mittel- bis dunkelbrauner Farbe (gelegentliche leichte Änderungen in der Konsistenz sind allerdings völlig normal und nicht weiter besorgniserregend).

Hunde mit Durchfall setzen dagegen ungeformten Kot ab. Dabei kann die Konsistenz von wässrig über breiig bis sehr weich reichen.

Auch in der Farbe kann sich der Kot verändern – von gelblich bis teerfarben (= sehr dunkel) sind je nach der Grundursache Farbabweichungen möglich. Manchmal finden sich auch Schleim und/oder rote Blutbeimengungen.

Viele Hunde mit akutem Durchfall zeigen auch eine erhöhte Kotabsatz-Frequenz (sie müssen oft raus), pressen stark beim Stuhlgang und haben dabei möglicherweise Schmerzen und leiden außerdem unter Blähungen und Bauchgeräuschen.

Auch wenn es wenig appetitlich ist:  Es ist für den Tierarzt – und für die Behandlung des Hundes – sehr hilfreich, wenn Sie die Veränderungen des Kots nicht nur gut beschreiben können, sondern den Kot auch gleich aufsammeln und zeitnah beim Tierarzt abgeben.

Wichtig:

Durchfall ist keine selbstständige Krankheit, sondern immer nur ein Symptom!

Dann sollten Sie bei Durchfall beim Hund zum Tierarzt

Wenn der Hund „gut drauf“ ist, mit Appetit frisst und kein Bauchweh oder weitere Beschwerden hat, kann man gut 1-3 Tage warten, bis man den Tierarzt seines Vertrauens hinzuzieht, um eine Sammelkotprobe abzugeben.

Manchmal geht der Durchfall allerdings auch mit wenig Appetit, Bauchweh und/oder Erbrechen einher. Sobald der betroffene Hund schlapp wirkt und zusätzliche Symptome aufweist, sollte unbedingt zeitnah tierärztlicher Rat eingeholt werden!

Sofort zum Tierarzt bzw. in eine Klinik sollten Sie gehen, wenn Ihr Hund…

  • noch ein Welpe ist und Durchfall absetzt
  • einen harten Bauch hat, den Rücken krümmt und/oder die Gebetsstellung einnimmt (Vorderbeine flach auf dem Boden liegend, Po in die Luft gestreckt)
  • nicht frisst und nicht trinkt
  • Futter oder Wasser erbricht
  • teilnahmslos ist
  • rastlos ist, ununterbrochen hechelt, nicht zur Ruhe kommt und keine angenehme Position findet, in der er komfortabel liegen kann
  • häufig wässrigen Durchfall absetzt (Gefahr der Dehydratation – also Austrocknung – und infolgedessen eines ernsthaften Kreislaufproblems!)
  • blutigen Kot absetzt

Auch wenn Ihr Hund Kreislaufprobleme zeigt, sollten Sie nicht zögern und mit ihm einen Tierarzt aufsuchen.

Anzeichen für ein Kreislaufproblem sind

  • Der Hund wirkt matt oder kommt nicht zur Ruhe, zeigt vermehrtes Hecheln
  • eine Hautfalte verstreicht nur sehr langsam (wenn sie im Nacken mit den Fingern eine Hautfalte greifen, anheben und dann loslassen, fällt diese nicht sofort in den Originalzustand zurück und wird flach, sondern es dauert eine Weile, bis sie nicht mehr sichtbar ist)
  • Die Maulschleimhäute fühlen sich pappig/klebrig an (= nicht gut befeuchtet; Anzeichen für Dehydratation)
  • Die Schleimhäute sind verfärbt (sehr blass, gräulich oder gerötet)
  • Der Puls ist schwächer und/oder höher als der normale Ruhepuls
  • Der Bauch ist angespannt und hart
  • Der Hund hat erhöhte Temperatur/Fieber (über 39°C bzw. über 39,5°C bei Welpen) oder Untertemperatur (unter 38°C)

Auch wenn Ihr Hund immer wieder Phasen mit akutem Durchfall hat, sollten Sie das Problem mit Ihrem Tierarzt besprechen.

Ursachen und Risikofaktoren von akutem Durchfall beim Hund

Leidet ein Hund unter akutem Durchfall, steckt in den meisten Fällen eine recht harmlose Ursache dahinter, z.B. ein Problem mit dem Futter oder ein Befall mit Magen-Darm-Parasiten.  Eine Infektion mit Viren steht aber ebenfalls weit oben auf der „Verdachtsliste“.

Natürlich können bei Hunden aber auch viele weitere Krankheiten hinter dem Durchfall stecken.

Auswahl möglicher Ursachen für akuten Durchfall beim Hund:

  • Futter
    • Verdorbenes Futter- oder Lebensmittel, „Mülleimer-Beute“ („Lebensmittelvergiftung“)
    • Abrupter Futterwechsel
  • Infektion, z.B. mit
    • Viren, v.a. Parvovirus, aber z.B. auch Corona- oder Staupevirus
    • Bakterien, z.B. Salmonellen, Campylobacter, E. coli etc.
    • Parasiten, also verschiedene Würmer, aber auch Einzeller (z.B. Giardien)
  • AHDS (akutes hämorrhagisches Diarrhoe-Syndrom; früher: HGE – Hämorrhagische Gastroenteritis; akut auftretender, massiver, blutiger Durchfall und Erbrechen unbekannter Ursache)
  • Stoffwechsel-Erkrankungen, z.B.
    • Addison-Erkrankung (Hypoadrenokortizismus, Unterfunktion der Nebennierenrinde)
    • Lebererkrankungen
    • Nierenerkrankungen
  • Fremdkörper, anderweitig blockierter Darm
  • Medikamente/Vergiftung
    • Schwermetalle, Organophosphate, entzündungshemmende Schmerzmittel, Antibiotika, usw.

Futter als Ursache für akuten Durchfall beim Hund

Generell spielen eine (abrupte) Futterumstellung, das Verfüttern von Tischresten und „Beute aus dem Abfall“ (also verdorbene Lebens-/Futtermittel) eine große Rolle bei akutem Durchfall.

Es gibt zwar Hunde mit einem sehr robusten Magen-Darm-Trakt, die jede Art von Futterumstellung, Leckerlis in unverhältnismäßigen Mengen, Stress usw. spurlos überstehen.

Dagegen gibt es aber auch Vierbeiner, die einen sehr empfindlichen Verdauungsapparat haben und strikt Diät halten müssen bzw. ausschließlich ihr gewohntes Futter bekommen sollten – denn schon kleinste Änderungen im Alltag können sich schnell negativ bemerkbar machen!

Parasiten als Ursache für akuten Durchfall beim Hund

Neben dem Futter sind Parasiten bei Hunden eine häufige Ursache von akutem Durchfall. Vor allem sog. Giardien und Spulwürmer sind neben Haken-, Peitschen-, Bandwürmern und Kokzidien oft Auslöser von Durchfall – daher sollte der Kot von betroffenen Hunden immer auf Parasiten getestet werden!

Viren als Ursache für akuten Durchfall beim Hund

Auch Viren spielen eine bedeutende Rolle bei Symptomen, die den Magen-Darm-Trakt betreffen. Hier sind vor allem das canine Parvovirus (cPV) und das canine Staupevirus (cDV für „canine Distemper-Virus) zu nennen.

Vor allem Welpen und junge Hunde werden aufgrund ihres noch nicht ausgereiften Immunsystems beim Tierarzt i.d.R. als erstes auf das Parvovirus getestet. Das liegt daran, dass das die Krankheit noch immer sehr häufig vorkommt, das Parvovirus hochgradig ansteckend ist und bei entsprechend positivem Test strikte Hygienemaßnahmen zum Schutz von Artgenossen erfolgen müssen.

Sofern der Verdacht auf Staupe fällt (z.B. weil der Welpe aus dem Ausland kommt, neurologisch auffällig ist, usw.), wird entsprechend getestet.

Untersuchung und Diagnose bei Hunden mit akutem Durchfall

Anamnese (Vorgespräch)

Der Tierarzt wird großen Wert auf eine gründliche Erhebung der Krankengeschichte legen und z.B. fragen, ob ein Futterwechsel stattgefunden hat und eine Fremdkörperaufnahme möglich ist.

Fragen, die der Tierarzt möglicherweise stellen wird:

  • Wie lange hat Ihr Hund bereits Durchfall?
  • Ist er sonst „lustig“ und lebhaft oder deutlich schlapper als sonst?
  • Was bekommt Ihr Hund normalerweise zu fressen? Wird er gebarft?
  • Wurde das Futter umgestellt?
  • Hat Ihr Hund möglicherweise ungeeignetes Futter oder einen Fremdkörper aufgenommen?
  • Wie oft setzt er Kot ab?
  • Wie sieht der Kot aus?
  • Wie viel trinkt der Hund und wie sieht der Harn aus?
  • Hatte Ihr Hund bereits öfter Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt?
  • Leidet er unter Vorerkrankungen?
  • Bekommt er Dauermedikamente?
  • Gibt es bekannte Allergien/Unverträglichkeiten auf Medikamente?
  • Wann war die letzte Entwurmung (bzw. alternativ Kotuntersuchung)?
  • Wann war die letzte Impfung und welche?
  • War Ihr Hund im Ausland? Wo und wann?
  • War/ist Ihr Hund mit anderen Hunden zusammen (z.B. in Hundepension, Tierheim, Ausstellungen, …)?
  • Sind andere Tiere im Haushalt betroffen?

Untersuchungen bei akutem Durchfall

Anschließend folgt die klinische Untersuchung. Hierbei werden die Vitalwerte erfasst sowie der Bauch durchgetastet und auf Schmerzhaftigkeit überprüft.

Sofern es Ihr Hund toleriert, wird auch eine rektale Untersuchung durchgeführt. So kann Ihr Tierarzt unter anderem die Schleimhaut im Enddarm, die Kotbeschaffenheit und die Analdrüsen beurteilen.

Wenn Ihr Hund stabil ist, wird außerdem empfohlen, den Kot auf Parasiten zu untersuchen. Dies geschieht mit einer Sammelkotprobe (siehe unten).

Je nachdem wie es Ihrem Hund geht und welche Ursache für den Durchfall vom Tierarzt vermutet wird, können auch noch weitere Untersuchungen sinnvoll sein – z.B. die Anfertigung eines Blutbilds (Entzündungswerte, Organwerte, Enzyme der Bauchspeicheldrüse, Basalcortisol, Vitamin B12) oder eine Ultraschalluntersuchung des Bauches.

Kotuntersuchung

Bei Hunden mit Durchfall sollte IMMER eine Sammelkotprobe auf Parasiten beim Tierarzt durchgeführt werden!

Wie fertige ich eine Sammelkotprobe an?

Natürlich kann man Parasiten auch in einer normalen Kotprobe suchen. Jedoch werden Parasiten nicht mit jedem Stuhlgang ausgeschieden – ein korrektes Ergebnis ist daher wahrscheinlicher, wenn man Kot aus mehreren Proben untersucht.

Dazu sammelt man aus verschiedenen „Haufen“, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten abgesetzt werden, jeweils eine haselnussgroße Menge von Kot. Achten Sie darauf, dass Sie dabei möglichst wenig Material aus der Umwelt mit aufnehmen.

Wenn ein Hund 3 Mal am Tag Kot absetzt, ist die Sammlung natürlich entsprechend schnell abgeschlossen. Bis der Kot beim Tierarzt abgegeben wird, sollte dieser in einem luftdichten Gefäß, gut verschlossen und kühl für maximal 5 Tage gelagert werden.

Warum sollte die Kot-Diagnostik über den Tierarzt durchgeführt werden?

Es gibt mittlerweile einige Anbieter im Internet, die Kotuntersuchungen zu angeblich günstigeren Konditionen verkaufen. Bis dato ist der Autorin aber kein Anbieter bekannt, der den Kot in einem validierten Labor durchführt. Daher ist das Ergebnis – egal ob negativ oder positiv – stets zu hinterfragen.

Unglücklicherweise kann so eine sehr häufige und wesentliche Ursache von Durchfall falsch interpretiert werden – wodurch sich der Krankheitsverlauf unnötig in die Länge ziehen kann. Dementsprechend ist es wenig sinnvoll, auf unseriöse Testungen zu Vertrauen.

Und warum wird nicht auf Bakterien im Kot getestet?

Bakterien im Darm, das sogenannte „Mikrobiom des Darmes“, spielen zu jeder Zeit eine tragende Rolle. Selbst bei gesunden Hunden sind neben den „guten Darmbakterien“, wie Firmicutes, Bacteroides, Proteobacteria usw., jedoch immer auch „böse Darmbakterien“ (z.B. E.coli, Clostridien, usw.) zu finden. In einem gesunden Organismus hält sich das jedoch im Gleichgewicht bzw. sind die guten Darmbakterien in der Überzahl und halten die bösen Keime in Schach.

Sobald ein Tier Durchfall hat, ist dieses Gleichgewicht nicht mehr gegeben und es herrscht eine sogenannte „Dysbiose“, also ein Ungleichgewicht. Jedoch wissen wir mittlerweile, dass Medikamente (Antibiotika) gegen die „bösen Darmbakterien“ auch die guten Keime eliminiert und es mehrere Monate andauert, bis sich die Darmflora davon erholt.

Daher ist es oberstes Ziel, die guten Darmbakterien zu stärken und mit Probiotika anzufüttern – damit wieder ein gesundes Gleichgewicht hergestellt ist. Mehr über Probiotika erfahren Sie weiter unten.

Mittlerweile kann man das Mikrobiom des Hundes mit einer sogenannten „16s rRNA Sequenzierung“ entschlüsseln, um die Verteilung der Bakterienflora zu bestimmen. Dieses Verfahren wird erst von einem Labor kommerziell angeboten, da es recht neu in der Veterinärmedizin ist.

Bei der Rohfütterung (BARF) macht es Sinn, eine bakteriologische Untersuchung der Kots anzufertigen: Zahlreiche wissenschaftliche Studien bestätigen, dass durch die Rohfütterung gesundheitsschädliche Keime (z.B. Salmonellen, Campylobacter, Enterobakterien, antibiotikaresistente E.coli Stämme…) übertragen werden, die zoonotisches Potential haben (das bedeutet, dass sie auch auf den Menschen übertragen werden und ihn krank machen können).

Behandlung von Hunden mit akutem Durchfall

Wie oben beschrieben, ist Durchfall keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom mit vielen verschiedenen Auslösern. Daher richtet sich auch die Therapie immer nach der Grundursache.

Den meisten Hunden mit akutem Durchfall geht es mit einigen einfachen Maßnahmen (z.B. Schonkost – siehe unten; Entwurmung) nach ein paar Tagen wieder besser.

Falls eine zusätzliche Behandlung nötig ist, besteht sie bei akutem Durchfall in den meisten Fällen aus verschreibungspflichtigen Medikamenten, die nur ein Tierarzt (nach einer Untersuchung) abgeben darf.

Je nach Schwere der Erkrankung kann auch eine Infusionstherapie nötig sein, um den Flüssigkeitshaushalt wieder auszugleichen.

In jedem Fall ist bei Durchfall die Zusammensetzung der Darmbakterien gestört. Die Gabe von Probiotika kann daher Sinn machen, um das Mikrobiom wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Warum ist die „Spritze gegen Durchfall“ nicht gut?

Wie oben beschrieben, sind die häufigsten Gründe für Durchfall falsches Futter, Parasiten und/oder Viren. Vereinfacht gesagt befinden sich die Auslöser im Darm – und die müssen besser früher als später raus.

Eine „Durchfall-Stopp-Spritze“ stoppt also im besten Fall für ein paar Stunden das Symptom selbst, behebt aber nicht die Ursache des Problems. Und sobald das Medikament seine Wirkung verliert, geht es wieder von vorne los…

Das können Sie selbst tun

Wie füttere ich meinen Hund, wenn er Durchfall hat?

Lange Zeit ist man davon ausgegangen, dass ein Tier mit Durchfall (und/oder Erbrechen) 24 Stunden fasten sollte. Mittlerweile hat man herausgefunden, dass das nicht nur nichts bringt, sondern sogar kontraproduktiv für den Heilungsverlauf ist!

Es gilt also: Fasten bei Durchfall ist überholt und veraltet!

Durch das Fasten wird nämlich auch den Darmzellen Energie entzogen – sie können dringend benötigte Nährstoffe nicht optimal aufnehmen und im schlimmsten Fall sogar absterben.

Am besten ist Schonkost: fettarmes, hochverdauliches Futter auf 4-6 kleine Portionen über den Tag verteilt. Es gibt spezielle fertige Diäten – wer möchte kann jedoch auch selbst Schonkost frisch zubereiten.

Dr. Stefanie Handl, Fachtierärztin für Ernährung und Inhaberin der futterambulanz.at, empfiehlt für einen 20kg schweren Hund pro Tag:   50g mageres Fleisch und 150g Hüttenkäse (alternativ nur 250g mageres Fleisch) sowie 120g Reis (Rohgewicht), „batzig“ gekocht. Wer möchte, kann das Rezept zusätzlich mit gekochten Karotten verfeinern.

Wie kann ich akutem Durchfall bei meinem Hund vorbeugen?

Wenn Sie das Futter Ihres Hundes umstellen, sollten Sie das langsam und schrittweise tun. Außerdem sollten Hunde ausschließlich ihr eigenes Futter bekommen (keine Tischreste oder ähnliches).

Leider gibt es Hunde, die wie ein Staubsauger alles Essbare (und leider auch oft viel Nicht-Essbares) aufnehmen – diese Kandidaten sollten zu ihrem eigenen Schutz beim Spaziergang einen Maulkorb tragen. Zuhause sollten besondere Maßnahmen getroffen werden, wie z.B. Speisereste unzugänglich machen.

Regelmäßige Impfungen (siehe Empfehlungen der StiKo Vet) und Entwurmungen (siehe ESCCAP Guidelines) bzw. alternativ regelmäßige Kotsammelproben sind ebenfalls wichtig.

Welche Medikamente sollte ich für meinen Hund in der Hausapotheke haben?

Im besten Fall stellt man gemeinsam mit dem Tierarzt seines Vertrauens eine auf den Patienten maßgeschneiderte Hausapotheke zusammen. Diese enthält unter anderem:

  • Probiotika
    • Probiotika bzw. Kombinationspräparate mit Probiotika sind zulassungspflichtige Medikamente, die lebende Mikroorganismen enthalten. Diese Mikroorganismen gelangen in aktiver Form in den Darm. Dort sollen sie unter anderem Krankheitserreger verdrängen und positiv auf das Immunsystem wirken.
  • Flohsamenschalen/Futterzellulose
    • Wirken als Ballaststoffe positiv auf die guten Darmbakterien und erhöhen das Kotvolumen
  • Magenschutz
    • Verhindert die Schädigung der Magenschleimhaut durch einen zu sauren pH-Wert
  • Magenfreundliches Schmerzmittel
    • Achtung – nur wenige Schmerzmittel sind auch bei Bauchweh geeignet und sollten daher nur nach Rücksprache mit einem Tierarzt verabreicht werden!
  • Kotsammelbecher
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