Ihre Katze hustet? Falls das nur gelegentlich vorkommt, besteht wahrscheinlich kein Grund zur Sorge. Bei starkem, andauerndem oder ständigem Husten könnte allerdings auch eine ernste Erkrankung dahinterstecken.

Lesen Sie hier, welche Ursachen Husten bei Katzen haben kann, wann Sie zum Tierarzt gehen sollten und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

Beschreibung

Wenn eine Katze hustet, kann es dafür einen ganz einfachen und harmlosen Grund geben – Husten ist nämlich ein völlig normaler und sogar wichtiger Schutzreflex!

Gelangen schädliche Stoffe – wie kleine Fremdkörper, Staub oder Rauchpartikel – in die Atemwege könnten diese zu Problemen u.a. in der Lunge führen. Um das zu verhindern, hat sich der Körper einige Schutzmaßnahmen ausgedacht – und einer davon ist das Husten. Durch dieses fast explosionsartige Ausatmen werden die kleinen „Eindringlinge“ nämlich geradezu aus den Atemwegen herausgeschleudert.

Es ist also völlig in Ordnung und normal, wenn Ihre Katze selten mal hustet (sofern es ihr sonst gut geht).

Wenn das Husten allerdings

  • anhält (mehr als einige Tage),
  • stark ausgeprägt ist,
  • blutig ist,
  • eine Katze häufig oder sogar ständig hustet,
  • ihre Lebensqualität darunter leidet oder
  • sie zusätzliche Symptome zeigt (z.B. Atemnot, Atemgeräusch, Gewichtsverlust) oder „krank“ wirkt,

sollte sie von einem Tierarzt untersucht werden. In diesem Fall ist das Husten vermutlich ein Anzeichen einer zugrundeliegenden Krankheit.

Husten kann nämlich z.B. auch dazu dienen übermäßigen Schleim und Sekrete, die aufgrund einer Entzündung in den Atemwegen entstehen, aus Lunge oder Luftröhre zu entfernen. Aber auch eine Reizung der Atemwege durch Druck von „außen“ (z.B. durch einen Tumor im Brustkorb) kann zu Husten führen.

Ganz besonders schnell sollten Sie einen Tierarzt übrigens aufsuchen, wenn der Husten bei Ihrer Katze sehr plötzlich und heftig aufgetreten ist bzw. sie sogar unter Atemnot leidet oder Blut hustet (dann handelt es sich um einen Notfall!).

Wie sieht das aus, wenn eine Katze hustet?

Wenn eine Katze hustet, nimmt sie meist eine kauernde Position mit nach vorne gestrecktem Kopf ein. Dann stößt sie typischerweise mehrmals hintereinander mit geöffnetem Maul (und teilweise etwas vorgestreckter Zunge) mehr oder weniger geräuschvoll Luft aus. Das Husten kann dabei eher leise oder recht laut sowie trocken oder feucht/produktiv sein. Am Ende folgen teilweise noch ein Würgen und Schlucken des heraufgehusteten Schleims.

Bei schweren Hustenanfällen kann es allerdings auch passieren, dass am Ende sogar etwas Mageninhalt (z.B. Galle) hervorgewürgt wird.

Im folgenden Video sehen Sie eine hustende Katze – in diesem Fall handelt es sich um einen eher leisen, trockenen Husten aufgrund einer felinen Asthma-Erkrankung:

Manchmal ist es gar nicht so leicht zu erkennen, ob eine Katze hustet, würgt, erbricht oder einen Haarballen ausspuckt. Da kann es dann leider schon mal passieren, dass Ihr Tierarzt bei der Diagnose erst mal eine „falsche Fährte“ verfolgt (weil er z.B. davon ausgeht, dass Ihre Katze unter Erbrechen leidet). Um das zu vermeiden, kann es sehr hilfreich sein, wenn sie ein Video von Ihrer Katze machen, während sie hustet bzw. würgt. So kann Ihr Tierarzt direkt beurteilen, was das wahrscheinlichste Problem ist.

Ursachen von Husten bei Katzen

Wenn eine Katze anhaltend bzw. immer wieder hustet, kann das ganz viele verschiedene Ursachen haben, z.B.

  • Felines Asthma (s. unten)
  • Infektion und Entzündung der unteren Atemwege (v.a. Bronchitis bzw. Bronchopneumonie) durch
    • Lungenwürmer (v.a. Aelurostrongylus abstrusus, Eucoleus aerophilus)
    • Bakterien und Viren (z.B. Bordatella bronchiseptica, Chlamydia felis, Mykoplasmen)
    • Herzwürmer (Dirofilaria immitis; bislang nur bei Katzen, die im Ausland waren bzw. von dort stammen, da die übertragenden Stechmücken in Deutschland noch nicht heimisch sind)
    • Pilze (v.a. Aspergillus spp.; selten)
  • Eingeatmeter Fremdkörper (z.B. Grashalm)
  • Infektion der oberen Atemwege, z.B. durch Katzenschnupfen (v.a. junge Katzen)
  • Reizung der Atemwege durch eingeatmeten Rauch bzw. eingeatmete Gase
  • Zu enges Halsband bzw. an Halsband „hängengeblieben“ (z.B. draußen an einem Ast)
  • Trauma/Verletzung (z.B. des Brustkorbs bei einem Autounfall)
  • Tumor im Brustkorb, in der Lunge, in der Luftröhre oder im Rachen
  • Herzerkrankungen (anders als bei Hunden oder Menschen führen diese bei Katzen allerdings nur selten zu Husten)
  • Lungenembolie (Verstopfung eines Blutgefäßes in der Lunge z.B. durch ein Blutgerinnsel)
  • Blutgerinnungsstörung (bei blutigem Husten)

Felines Asthma als Husten-Auslöser bei Katzen

Was ist felines Asthma?

Eine der häufigsten Ursachen für Husten bei Katzen – und auch eine der häufigsten Atemwegserkrankungen bei Katzen generell – ist das sogenannte feline Asthma (= Katzenasthma).

Dabei handelt es sich um eine chronisch-entzündliche Erkrankung der unteren Atemwege, die dem Asthma bei Menschen ähnelt. Sehr wahrscheinlich ist die Krankheit bei den meisten Katzen allergisch bedingt, d.h. das Immunsystem der Katzen reagiert auf eingeatmete Stoffe, die eigentlich harmlos sind (wie Pollen und Staub), sowie auf reizende Stoffe (z.B. Zigarettenrauch), mit einer Entzündung.

Als Folge kommt es u.a. zu einer übermäßigen Schleimproduktion sowie zu einer Verengung der Bronchien, also der luftleitenden Wege in der Lunge (Bronchokonstriktion). Dabei kann diese Verengung so dramatisch sein, dass die Katzen nicht mehr genug Luft bekommen und unter schwerer Atemnot leiden oder sogar sterben können.

Zunächst sind die Veränderungen in der Lunge oft reversibel, d.h. durch eine angemessene Behandlung können sie ruckgängig gemacht werden. Wird nicht gehandelt, kann die Lunge langfristig aber bleibende Schäden davontragen. Sie ist dann sozusagen überdehnt und unflexibel und kann nicht mehr richtig funktionieren. Deswegen sollte eine Asthma-Erkrankung bei Katzen möglichst früh erkannt und ggf. behandelt werden!

Wie äußert sich felines Asthma bei Katzen?

Häufig entwickeln Katzen die ersten Asthmasymptome, wenn sie jung bis mittelalt sind. Typische Anzeichen sind Husten (teilweise anfallsartig), eine angestrengte Atmung, schnelles Ermüden beim Spielen/bei Bewegung, ein pfeifendes oder keuchendes Atemgeräusch und Atemnot (teilweise mit Maulatmung oder Hecheln). Oft verläuft die Erkrankung chronisch oder langsam fortschreitend, wobei der Schweregrad der Symptome von Katze zu Katze sehr unterschiedlich sein kann.

So haben manche, mild betroffene Katzen nur gelegentliche Phasen, während denen sie husten; zwischendurch geht es ihnen gut. Mittelschwer bis schwer betroffene Katzen leiden dagegen unter täglichem Husten und Schwierigkeiten beim Atmen.

Bei manchen Katzen fällt die Erkrankung erst dann auf, wenn es zu einer sog. asthmatischen Krise (Status asthmaticus) kommt: die betroffenen Samtpfoten zeigen dann plötzlich eine hochgradige Atemnot, atmen sehr schnell und mit offenem Mund (Maulatmung) und haben bläuliche Schleimhäute. Eine solche Asthmakrise ist ein lebensbedrohlicher Notfall!

Im Nachhinein lässt sich bei vielen Katzen mit einem Asthma-Anfall ein spezieller Auslöser identifizieren, z.B. Zigarettenrauch, Haarspray, viel Staub oder Stress.

Dann sollten Sie zum Tierarzt

Wie schon erwähnt ist es nicht automatisch schlimm, wenn eine Katze gelegentlich mal kurz hustet.

Häufiger, anhaltender, starker oder „anfallsartiger“ Husten ist dagegen nicht normal – sondern immer ein Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt. In einem solchen Fall sollten Sie Ihre Katze unbedingt mal von einem Tierarzt durchchecken lassen. Das gleiche gilt auch, wenn Ihre Katze gelegentlich Maulatmung zeigt oder ein Atemgeräusch hat (z.B. Pfeifen oder Keuchen beim Atmen). Einerseits könnte sich der Zustand Ihrer Katze sonst immer weiter verschlechtern (und dann werden Tierarztbesuch und Behandlung i.d.R. immer teurer und aufwendiger) und andererseits kann Husten auch einfach sehr unangenehm oder sogar schmerzhaft sein und die Lebensqualität Ihrer Katze einschränken – warten Sie also nicht zu lange mit dem Besuch!

Besonders dringend wird der Gang zum Tierarzt aber dann, wenn Ihre Katze Blut hustet, insgesamt krank wirkt oder noch weitere Symptome zeigt, wie z.B. Atemnot, eine bläuliche Maulschleimhaut oder Gewichtsverlust. In einem solchen Fall sollten Sie Ihre Katze so bald wie möglich beim Tierarzt vorstellen oder – je nach Schweregrad – sogar als Notfall z.B. in eine Tierklinik bringen.

Wenn Katzen unter Atemnot leiden, haben sie Schwierigkeiten, ihren Körper mit genug Sauerstoff zu versorgen. Typischerweise nehmen sie dann eine sitzende oder kauernde Position ein, oft mit leicht nach außen zeigenden Ellbogen. Die Atmung geht i.d.R. sehr schnell (erhöhte Atemfrequenz) und kann sehr ausgeprägt und pumpend, aber auch ganz flach und oberflächlich sein. In schweren Fällen atmen die betroffenen Katzen mit geöffnetem Maul (Maulatmung), teilweise ist die Zunge auch leicht bläulich oder gräulich. Die Augen sind oft vor Angst erweitert. In manchen Fällen (nicht immer) hört man auch ein keuchendes oder pfeifendes Geräusch während des Atmens.

Eine schwere Atemnot ist ein lebensbedrohlicher Notfall, bei dem Sie Ihre Katze sofort zum Tierarzt bringen sollten!

Dann sollten Sie zum Tierarzt

Wie schon erwähnt ist es nicht automatisch schlimm, wenn eine Katze gelegentlich mal kurz hustet.

Häufiger, anhaltender, starker oder „anfallsartiger“ Husten ist dagegen nicht normal – sondern immer ein Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt. In einem solchen Fall sollten Sie Ihre Katze unbedingt mal von einem Tierarzt durchchecken lassen. Das gleiche gilt auch, wenn Ihre Katze gelegentlich Maulatmung zeigt oder ein Atemgeräusch hat (z.B. Pfeifen oder Keuchen beim Atmen). Einerseits könnte sich der Zustand Ihrer Katze sonst immer weiter verschlechtern (und dann werden Tierarztbesuch und Behandlung i.d.R. immer teurer und aufwendiger) und andererseits kann Husten auch einfach sehr unangenehm oder sogar schmerzhaft sein und die Lebensqualität Ihrer Katze einschränken – warten Sie also nicht zu lange mit dem Besuch!

Besonders dringend wird der Gang zum Tierarzt aber dann, wenn Ihre Katze Blut hustet, insgesamt krank wirkt oder noch weitere Symptome zeigt, wie z.B. Atemnot, eine bläuliche Maulschleimhaut oder Gewichtsverlust. In einem solchen Fall sollten Sie Ihre Katze so bald wie möglich beim Tierarzt vorstellen oder – je nach Schweregrad – sogar als Notfall z.B. in eine Tierklinik bringen.

Wie äußert sich Atemnot bei Katzen?

Wenn Katzen unter Atemnot leiden, haben sie Schwierigkeiten, ihren Körper mit genug Sauerstoff zu versorgen. Typischerweise nehmen sie dann eine sitzende oder kauernde Position ein, oft mit leicht nach außen zeigenden Ellbogen. Die Atmung geht i.d.R. sehr schnell (erhöhte Atemfrequenz) und kann sehr ausgeprägt und pumpend, aber auch ganz flach und oberflächlich sein. In schweren Fällen atmen die betroffenen Katzen mit geöffnetem Maul (Maulatmung), teilweise ist die Zunge auch leicht bläulich oder gräulich. Die Augen sind oft vor Angst erweitert. In manchen Fällen (nicht immer) hört man auch ein keuchendes oder pfeifendes Geräusch während des Atmens.

Eine schwere Atemnot ist ein lebensbedrohlicher Notfall, bei dem Sie Ihre Katze sofort zum Tierarzt bringen sollten!

Untersuchungen und Diagnose bei hustenden Katzen

Am Anfang wird Ihr Tierarzt versuchen, möglichst viel über die Katze und ihren Husten zu erfahren. Er wird Ihnen also erst mal einige Fragen stellen, z.B. seit wann der Husten besteht, wie er sich entwickelt hat und ob er nur in bestimmten Situationen auftritt. Möglicherweise wird er auch nach dem Impfstatus und der Wohnsituation Ihrer Katze (Freigänger vs. Wohnungskatze) fragen.

Es ist auch ganz wichtig zu klären, ob es sich tatsächlich um Husten handelt oder ob vielleicht ein anderes Problem dahintersteckt (z.B. Würgen oder Erbrechen). Idealerweise haben Sie beim Termin deswegen ein kleines Video dabei, dass Ihre Katze beim Husten zeigt (inkl. Ton). Ansonsten sollten Sie Ihrem Tierarzt möglichst genau schildern, wie sich das Husten bei Ihrer Katze äußert, wie sie sich dabei verhält, wie es sich anhört usw.

Im Anschluss folgt eine allgemeine klinische Untersuchung. Hierbei wird Ihr Tierarzt besonders auf die Atmung Ihrer Katze achten. Typischerweise wird er sich dazu genau die Maulhöhle anschauen, Lunge und Herz abhören, die Lymphknoten abtasten und versuchen, den Husten durch leichten Druck z.B. auf den Kehlkopf, auszulösen.

In leichten, unkomplizierten Fällen von Husten bei Katzen kann das dann schon erst mal reichen und es werden zunächst keine weiteren Untersuchungen durchgeführt. Stattdessen wird die Situation erst mal weiter beobachtet und eine unterstützende Behandlung begonnen.

Weitere Untersuchungen bei hustenden Katzen

Es gibt aber auch Situationen, in denen diese Untersuchungen nicht genügen, z.B. wenn der Husten sehr schwer ist, mit weiteren Symptomen (wie Atemnot) einhergeht, schon länger besteht, eine Versuchsbehandlung keine Besserung gebracht hat oder die Untersuchungsergebnisse in eine bestimmte Richtung weisen.

Dann kann es nötig sein, noch weitere Tests durchzuführen, wie z.B. eine Blutuntersuchung (für Hinweise z.B. auf Entzündungen oder Parasiten), Röntgenaufnahmen der Atemwege oder eine Kotuntersuchung auf Lungenwürmer.

Eine Endoskopie der Atemwege (Bronchoskopie) kann in manchen Fällen ebenfalls sinnvoll sein. Durch die kleine, schlauchförmige Kamera lassen sich z.B. eingeatmete Fremdkörper entdecken (und entfernen) und Entzündungen besser darstellen. Im Zuge dieser Untersuchung ist es auch möglich eine kleine Gewebeprobe zu entnehmen oder eine sogenannte bronchoalveoläre Lavage (BAL) durchzuführen. Hierbei wird ein klein wenig Flüssigkeit kontrolliert in die Lunge gespült und anschließend wieder abgesaugt. In der Spülflüssigkeit sind dadurch dann Zellen und Partikel aus der Lunge vorhanden, die unter dem Mikroskop untersucht werden können. So lassen sich z.B. Hinweise auf eine Asthma-Erkrankung gewinnen.

Je nach Schweregrad und vermuteter Ursache kommen aber noch weitere Untersuchungen in Frage, wie z.B. eine Computertomographie.

Behandlung von Katzenhusten

Wenn eine Katze hustet, richtet sich die Behandlung stark danach, wie es der Katze insgesamt geht – und welche Ursache für den Husten vermutet wird.

Grundsätzlich gilt, dass eine zugrundeliegende Krankheit natürlich wann immer möglich behandelt werden sollte. Wurde z.B. der Lungenwurm Aelurostrongylus abstrusus entdeckt, muss eine Entwurmung erfolgen. Hat die Katze einen Grashalm eingeatmet, sollte dieser entfernt werden. Liegt dagegen eine bakterielle Infektion vor, wird Ihre Katze vermutlich ein Antibiotikum erhalten.

Unterstützende Hustenbehandlung bei Katzen

Zusätzlich gibt es aber auch einige unterstützende Maßnahmen, die den Husten bei Katzen lindern können. Gerade in milden Fällen können sie teilweise sogar als Behandlung genügen.

Aber auch bei schwerer betroffenen Katzen und bei Samtpfoten, die zusätzlich mit Medikamenten behandelt werden, können sie unterstützend eingesetzt werden.

Empfohlene Maßnahmen bei hustenden Katzen

  • Reizende Stoffe in der Luft vermeiden

    Sie sollten versuchen, die Belastung Ihrer Katze mit reizenden Stoffen in der Luft möglichst gering zu halten (besonders wichtig bei Katzen, die unter felinem Asthma leiden!). Dazu sollten Sie z.B.

    • auf eine staubarme, unparfümierte Katzenstreu wechseln
    • die Schlafplätze und Körbchen Ihrer Katze mit sauberen Baumwolltüchern oder Handtüchern abdecken und diese regelmäßig austauschen und waschen
    • Teppiche häufig absaugen
    • Zigarettenrauch, Parfums/Deos, Haarspray, Lufterfrischer, Staub, Aromaöldiffusoren und Haushaltsreiniger generell bzw. zumindest in der Nähe Ihrer Katze vermeiden
  • Halsband entfernen

    Falls Ihre Katze ein Halsband trägt, sollten Sie in Betracht ziehen, dieses während der Husten-Erkrankung wegzulassen

  • Übergewicht loswerden

    Wenn Ihre Katze ein bisschen zu viel auf den Hüften hat, sollte sie abnehmen. Übermäßiges Fett kann sich nämlich im Brustkorb sammeln und so den Platz für die Lunge verringern. Durch Druck auf die Atemwege kann dann Husten ausgelöst werden.

  • Inhalation

    Genau wie bei uns Menschen, kann Inhalieren auch bei hustenden Katzen dabei helfen, festsitzenden Schleim in den Atemwegen zu lösen und leichter abzuhusten. Leider kann man Katzen aber i.d.R. nur schwer vom freiwilligen Inhalieren überzeugen. Oft ist es deshalb zweckmäßiger, die Luft im gesamten Raum zu befeuchten: Platzieren Sie einen Ultraschall-Luftbefeuchter* in dem Raum, in dem sich Ihre Katze aufhält bzw. in dem sie schläft.

    Alternativ können Sie Ihre Katze auch in eine Transportbox setzen und dort inhalieren lassen. Verwenden Sie dafür einen Inhalator oder eine Schale mit heißem (Salz-)Wasser (falls Sie Salzwasser nutzen wollen: Kochen Sie das Wasser auf und lösen Sie darin spezielles Inhalationssalz aus der Apotheke oder Kochsalz ohne Zusätze wie Jod oder Fluorid). Achten Sie darauf, dass die Transportbox gut geschlossen ist und stellen Sie die Wasserschale dann vor das Gitter der Box – gut außer Reichweite der Katzenpfoten! Breiten Sie nun ein Handtuch oder eine Decke über beides (am ruhigsten bleiben unsere Stubentiger, wenn wir Ihnen unter der Decke Gesellschaft leisten). Die Inhalation sollte dann ca. 3-10 min dauern.

    WICHTIG: Verwenden Sie für Katzen niemals Aromaöle bzw. Inhalationszusätze, wie z.B. Kampfer, Eukalyptus, Menthol oder Erkältungssalben für Menschen! Katzen sind sehr empfindlich gegenüber ätherischen Ölen und es kann zu lebensbedrohlichen Vergiftungen und Atemkrämpfen kommen!

  • Coupage

    Zusätzlich können Sie auch eine sog. „Coupage“ durchführen. Dazu formen Sie mit Ihren Händen eine Art Schale und klopfen damit mehrmals sanft (!) auf den Brustkorb Ihrer Katze (so wie wir das auch bei Menschen tun, wenn sie sich verschluckt haben – allerdings deutlich sanfter, mit schalenförmigen Händen und seitlich am Brustkorb). So wird dort alles in Schwingung versetzt, so dass sich der Schleim leichter lösen kann. Eine Coupage sollten Sie allerdings nicht anwenden, wenn der Brustkorb Ihrer Katze verletzt ist (z.B. durch einen Unfall).

Medikamentöse Behandlung bei hustenden Katzen

Wenn eine Katze unter schwerem Husten leidet, kann es nötig sein, ihr zusätzlich auch Medikamente zu geben.

Vor allem bei Katzen, die unter felinem Asthma leiden, werden häufig entzündungshemmende Medikamente (sog. Glukokortikoide, dazu gehören z.B. Kortison und verwandte Mittel) und Mittel, die die Bronchien erweitern (sog. Bronchodilatatoren), eingesetzt. Damit diese möglichst genau da ankommen, wo sie wirken sollen – nämlich in der Lunge – werden diese Medikamente oft über spezielle Inhalatoren mit einer Art Maske verabreicht. Die Anwendung braucht ein bisschen Übung, aber die meisten Katzen akzeptieren sie schließlich sehr gut.

Husten- und Schleimlöser sowie Hustenstiller kommen ebenfalls gelegentlich zum Einsatz. Sie sollten diese Mittel allerdings niemals eigenverantwortlich Ihrer Katze verabreichen!

Das können Sie selbst tun

In sehr milden Fällen – oder unterstützend zur Behandlung durch den Tierarzt – können Sie zuhause die oben unter „Unterstützende Hustenbehandlung bei Katzen“ beschriebenen Maßnahmen treffen.

Vor einem Besuch beim Tierarzt können Sie außerdem schon einige wichtige Informationen sammeln: Wann hustet Ihre Katze? Kommt das immer zu bestimmten Zeiten vor (z.B. nachts)? Wie hört es sich an?

Wie schon erwähnt, hilft es Ihrem Tierarzt außerdem sehr, wenn Sie vorab ein kleines Video von Ihrer Katze machen, wie sie hustet. Dann kann er sich am einfachsten ein Bild davon machen, ob es sich wirklich um Husten handelt und ob dieser eher trocken oder produktiv ist.

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Quellen

09. September 2019

Von Dr. Iris Wagner-Storz